Sandmosen

In den Mooren bei Pandrup können Sie eine einzigartige Naturlandschaft erleben. Durch behutsame Naturpflegemaßnahmen sorgen wir dafür, dass Sie sich auf markierten Routen durch das Gelände bewegen können.

Genießen Sie den Spaziergang im Moor und helfen Sie uns, auf die einzigartige Natur achtzugeben.

Die großen Moorflächen, die an mehreren Stellen im Sandmosen zu finden sind, gehören zu den wenigen Naturtypen, die an echte wilde und unberührte Natur erinnern. Dass der Wind in der tiefgelegenen flachen Landschaft freies Spiel hat, ist den großen und kleinen Gewächsen deutlich anzumerken.

Nach der letzten Eiszeit, die vor ca. 12.000 Jahren endete, waren große Teile von Vendsyssel vom Meer bedeckt. Von da an bis gegen Ende der Steinzeit vor ca. 4.000 Jahren wurden die Torfmoore gebildet, während gleichzeitig das letzte Eis schmolz. Es erfolgte eine Landhebung, in deren Verlauf flache Meeresgebiete verlandeten und zu Torfmooren wurden.

Durch Regen wurden Nahrungsstoffe aus dem Boden ausgewaschen und das feuchte, nährstoffarme Milieu bot gute Wachstumsbedingungen für Torfmoose, die auch als Sphagnum bezeichnet werden. Sphagnum wächst in wassergesättigten Bereichen ohne Sauerstoffzufuhr und verrottet deshalb nicht. Wenn genug Wasser vorhanden ist, wächst neues Sphagnum auf den vorhandenen Schichten und es werden Hochmoore mit kleinen Hügeln und Senken gebildet. Im Zeitalter der Sandflucht von 1550-1850 wurde auf dem Torf eine Schicht Flugsand abgelagert. Wo der Sand liegenblieb, entstanden Heidemoore. Hier wächst unter anderem Glockenheide in den feuchten Niederungen.

Greifvögel

Der Mäusebussard ist oft im Moor zu sehen und gehört zu den häufigsten Greifvögeln in Dänemark. Der Mäusebussard frisst kleine Säugetiere sowie Kriechtiere, Lurche, Insekten und Würmer. Sein Nest befindet sich hoch oben in einem Baum. Die Kornweihe ist in Dänemark als durchziehender Vogel und Wintergast anzutreffen. Sie brütet nur selten in Dänemark, aber gerade das Naturmosaik im Sandmosen lockt den schönen Greifvogel im Winterhalbjahr an.

Eulen

Die Sumpfohreule wird ebenfalls von den offenen Naturgebieten im Sandmosen angezogen. Sie ist im Winterhalbjahr zu sehen, wenn es ein schlechtes Mäuse- und Nagetierjahr an den nördlichen Brutplätzen in Skandinavien gibt. Im besonders guten Mäusejahren in Dänemark, die im Abstand von einigen Jahren eintreffen, brüten einige Sumpfohreulen in Naturgebieten wie Sandmosen. Auf ihrem Speisezettel stehen vor allem Feldmäuse.

Watvögel

Der Große Brachvogel aus der Schnepfenfamilie ist ein großer Watvogel mit einer Flügelspann-weite, die etwas größer als 1 Meter werden kann. Er brütet auf Heiden und Mooren, zieht jedoch im Winter in den Westen und Süden.

Der schönste Gesang

Der Sprosser (die nordische Nachtigall) singt von Anfang Mai bis Anfang Juli. Sein schöner, kräftiger Gesang ertönt in den Weidengebüschen der feuchtesten Gebiete. Der Sprosser ist ein Zugvogel aus Afrika, der sich nur kurze Zeit in Dänemark aufhält, bis die Jungen flügge sind.

Die Torfschichten des Moors waren früher ein wichtiges Heizmaterial. Eine Torfgrube konnte ein paar Meter breit und zwischen 7 und 12 Meter lang sein und aus 10 - 30 Torfschichten bestehen. Die obersten Schichten waren häufig hell und locker. Die untersten hatten den größten Heizwert und wurden auch als Schwarztorf bezeichnet. Es sind immer noch viele Torfgruben im Moor zu sehen.

Die gewöhnlichsten Bäume im Moor sind Hängebirke, Moorbirke und Espe (Zitterpappel). Sie haben alle eine helle Rinde und können bis 25 Meter hoch werden.

Die Hängebirke hat herabhängende Zweige. Die Rinde älterer Bäume ist weiterhin weiß und sitzt wie Papier auf dem Stamm. Bei der Moorbirke stehen die Zweige aufrechter in der Baumkrone. Die Moorbirke wird häufig von einem Pilz angegriffen, der bewirkt, dass in der Baumkrone besenähnliches Verwachs-ungen gebildet werden – diese werden als Hexenbesen bezeichnet und sind auf der Abbildung zu sehen.

Im Moor können Sie in und an den kleinen Tümpeln viele Frösche und Kröten finden. Mit etwas Glück können Sie unter anderem
Grasfrosch, Erdkröte und Waldeidechse beob-achten. Die Tümpel dürfen ruhig austrocknen, denn die Lurche brauchen sie nur im Frühjahr, wenn sie sich fortpflanzen.

Kriechtiere und Lurche gehören zu zwei verschiedenen Tierklassen. Die Eidechse ist ein Kriechtier und der Salamander ein Lurch. Die Waldeidechse wird auch als lebendgebärende Eidechse bezeichnet. In Dänemark stehen alle Kriechtiere und Lurche unter Naturschutz.

Teufelsabbis

Teufelsabbiss wächst an Stellen mit viel Licht auf Wiesen, Mooren und Heiden. Man findet ihn in der Regel an der Grenze zwischen nassen und trockenen Gebieten. Ein sehr seltener Schmetterling, der Goldene Scheckenfalter, ist auf den Teufelsabbiss angewiesen, da er seine Eier auf die Pflanze legt und seine Raupen von der Pflanze fressen.

Sumpfblutauge

Sumpfblutauge gehört zur Rosenfamilie. Es blüht vom Juni bis August und gedeiht im feuchten nährstoffarmen Milieu des Moors.

Geflecktes Knabenkraut

Geflecktes Knabenkraut gehört zur Orchideenfamilie. Es wird bis 40 cm hoch und wächst gern auf der feuchten Moorerde. Alle Orchideen stehen an ihren natürlichen Standorten unter strengem Naturschutz.

Sumpfschafgarbe

Sumpfschafgarbe wächst in den nährstoffreicheren Gebieten des Moors. Sie blüht im Juli und August und kann bis 60 cm hoch werden.

Rauschbeere

Rauschbeere wächst auf mageren Torfböden – und sieht der Blaubeere ähnlich. Rauschbeeren sind auch essbar, aber sie haben helles Fruchtfleisch und keinen besonderen Geschmack. Blaubeeren haben violettes Fruchtfleisch und schmecken sehr aromatisch. Die Blaubeere hat charakteristische grüne, kantige Zweige und wächst ebenfalls im Moor.

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Jammerbugt Natur